Einladung

Donnerstag, 25.08.2016, 20 Uhr

Religion und Staat
Eine Wechselbeziehung mit Hindernissen

Universitätsbibliotheksdirektor Professor Dr. Ulrich Johannes Schneider
im Gespräch mit dem Rechtshistoriker Dr. Hubert Lang

Wer weiß schon, wie die heutige Trennung von Staat und Kirche entstanden ist? Früher hatten religiöse Gemeinden in Deutschland, christliche wie jüdische, nicht nur eigene Moralvorstellungen, sondern auch separate Rechtsverhältnisse. Hubert Lang verbindet seine historische Forschung zur Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig mit solchen allgemeinen Fragestellungen, die er im Gespräch mit Ulrich Johannes Schneider zur Diskussion stellen wird.

Café Alibi in der Bibliotheca Albertina Einladung (0,1 MB)
Freitag, 09.09.2016 bis Sonntag, 11.09.2016

„Das Eigene und das Fremde“

Tagung in der Reihe: Mit Jüdinnen und Juden Bibel lesen

Die Debatten laufen heiß, wenn es um die zu uns Kommenden und um das Verständnis des uns Eigenen geht. Auf die Wahrnehmung und Blickrichtung kommt es an. Es liegt zu einem guten Teil an uns, was wir als fremd ansehen und was wir uns zu Eigen machen.
Am Sinai stellt sich der himmlische Bundespartner vor als „der dich aus dem Lande Ägypten geholt hat, dem Sklavenhause“ (2. Mose 20,2). Später wird Israel ermahnt, Fremde zu lieben, „denn du warst selbst Fremdling in Ägypten.“ (5. Mose 10,19). Im kleinen Katechismus lässt Martin Luther den Satz von der Befreiung aus Ägypten mit der Begründung weg, Christen wären nicht aus Ägypten befreit worden. Jedoch erzählt die Bibel „Und es zog auch mit ihnen viel fremdes Volk“ (2. Mose 12,38).
Nicht nur biblische Notizen aus unterschiedlichen Zeiten und Zusammenhängen zeigen Chancen und Gefahren, Hoffnungen und Befürchtungen auf, wenn Eigenes auf Fremdes trifft und umgekehrt. Unterscheiden sich hierbei jüdische und christliche Zugänge immer wie die eingangs genannten? Welche Denkhorizonte lassen sich erschließen?

Die Tagung ist eine Kooperation der Evangelischen Akademie Meißen, der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Dresden e. V. und der Jüdisch-Christlichen Arbeitsgemeinschaft, Leipzig.

Evangelische Akademie Meißen, Freiheit 16, 01662 Meißen Programm (3,1 MB)
Donnerstag, 15.09.2016, 19 Uhr

Religion und Recht im Denken Max Webers

Vortrag und Diskussion von und mit Dr. Georg Neugebauer

Max Weber gilt als einer der wichtigsten Wegbereiter der modernen Soziologie. Dabei spielt in seinen gesellschaftswissenschaftlichen Untersuchungen das Gebiet der Religion eine herausragende Rolle. Weber gehört zu den Klassikern der Religionssoziologie. Er war aber auch - und das wird häufig vernachlässigt - ausgebildeter Jurist. Sowohl seine Promotion als auch seine Habilitation fallen in diesen Bereich und zu seinem Spätwerk gehört eine umfangreiche Rechtssoziologie. Vor dem Hintergrund beider Arbeitsschwerpunkte ergibt sich die spannende Frage, wie Weber Religion und Recht historisch und systematisch zueinander ins Verhältnis gesetzt hat.

Ariowitsch-Haus, Hinrichsenstraße 14, 04105 Leipzig Einladung (0,1 MB)
Donnerstag, 17.11.2016, 19 Uhr

Familienformen im Wandel
Eine Betrachtung zwischen Recht, Religion und Realität

Vortrag und Diskussion von und mit Katerina Junold
Fachanwältin für Familienrecht / Kanzlei Kreidekreise Leipzig

Das Bild einer Familie ist vielfältig und unterliegt einem regelmäßigen Wandel. Dabei stellt die Pluralität familiärer Lebensformen gerade für Religionsgemeinschaften aber auch staatliche Normensysteme eine große Herausforderung dar. Kein anderes Rechtsgebiet ist so stark von religiösen Überzeugungen geprägt wie das Familienrecht. Die Grundvorstellungen der Religionsgemeinschaften von Ehe und Familie sind im internationalen sowie interreligiösen Vergleich unterschiedlich stark in den Kodifikationen des Familienrechts verankert. Besonders starke Präsenz zeigt religiöses Ehe- und Familienrecht im islamischen sowie jüdischen Rechtskreis. Aber auch im europäischen Rechtsraum beeinflussen religiöse Traditionen die staatliche Gesetzgebung. Während religiöses Recht singulär und kaum wandelbar zu sein scheint, bemühen sich staatliche Rechtsordnungen modernen Lebensformen gerecht zu werden, ohne gleichzeitig die Normierung und den Schutz eines traditionellen Ehe- und Familienverständnisses aufzugeben. Gleichwohl zeigt die Realität, dass sich zwischen diesen Spannungsfeldern immer wieder neue, individuelle Lebensentwürfe herausbilden und Anerkennung beanspruchen.

Ariowitsch-Haus, Hinrichsenstraße 14, 04105 Leipzig Einladung (deutsch) (0,1 MB)

Material

Anfang Dezember 2015 veröffentlichten orthodoxe Rabbiner HTML PDF und die Vatikanische Kommission für die religiösen Beziehungen zum Judentum HTML PDF je eine Erklärung in sieben Punkten.

Programm

NEU: Programm der Jüdisch-Christliche Arbeitsgemeinschaft für das zweite Halbjahr 2016
Programm (0,1 MB)

Gebetszeiten der Israelitische Religionsgemeinde zu Leipzig für das Jahr 2016
Gebetszeiten 2016 (0,3 MB)

Einladungen zu vergangenen Veranstaltungen finden Sie im Archiv.

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Ständiges Angebot der Jüdisch-Christlichen Arbeitsgemeinschaft

Veranstaltungen mit den folgenden oder anderen Themen können mit Herrn Dr. Arndt (0341-9735414, tarndt@jcha.de) und weiteren Referenten bei der Jüdisch-Christlichen Arbeitsgemeinschaft (Burgstraße 1–5, 04109 Leipzig, Tel.: 0341-212 009 435, info@jcha.de) vereinbart werden.

Vorträge zu jüdischen Traditionen

Einteilung der Zeit: der jüdische Kalender

Wann beginnt ein Jahr? Was bedeuten Jahreszahlen? Wie kommen die Feste zu ihren Terminen? Wie kommt man von einem Fest zum nächsten? - Mit Hilfe solcher Fragen lässt sich ein Überblick über das Jüdische Festjahr gewinnen; es ist eine Weise, an Stationen der Geschichte zu erinnern, die heute noch Bedeutung haben.

Einteilung der Zeit: Der Sabbat

Arbeiten verboten! - Wie macht man das? Was tut man da? Der Sabbat ist ein Geschenk, ein Zeichen, ein Gewürz, eine Prinzessin. Schließlich wird von ihm gesagt: „Mehr als die Juden ihn gehalten haben, hat er die Juden erhalten.“

Einteilung der Zeit: einzelne Feste

Pesach – das Fest der Befreiung (bei den Christen ist daraus Ostern geworden)
Schawu'ot – die Bundesordnung (bei den Christen heißt es Pfingsten)
Die Zeit unserer Freude: Sukkot (Hüttenfest) und Simchat Tora (Tora-Freude)
Die Hohen Feiertage zu Jahresbeginn: Rosch Ha-Schana bis Jom Kippur
Purim: Das Buch Ester als Festlegende.

Jüdische Liturgie

Funktion und Einrichtung der Synagoge - Die Gebete: Texte und Gebräuche

Beispiele jüdischer Bibelauslegung

Woher hatte Noah Licht in der Arche? Wie hat Abraham zum Glauben gefunden? Warum stotterte Mose? (Einzelheiten nach Vereinbarung)

Zur jüdischen Lebensgestaltung

Leben nach der Tora - Was bedeuten die 613 Gebote der Tora? Judentum: eine Religion des Lernens - Was ist der Talmud: Eine Einführung

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Gesprächsbeiträge/Werkstattberichte

  • 2014/2015 Ökumenische Bibelwoche: Anmerkungen zum Galaterbrief HTML PDF
  • 2013-04-11 Holocaust und Shoah, „Das Unsagbare sagen“, Dr. Christoph Münz HTML PDF
  • 2012-11-10 Pogromgedenken Predigt Rabbiner Dr. Walter Rothschild PDF
  • 2012-05-03 Verrat an der Erde – Kain und Abel, Chaim Noll PDF
  • 2012-02-16 Ist das Judentum die Mutter oder die Schwester des Christentums? Pater Klaus Gräve, Leipzig PDF
  • 2011-09-11 Pogromgedenken Predigt Pfarrer Wolfgang Raupach-Rudnick PDF
  • 2010-11-09 Pogromgedenken Predigt Professor Alfred Bodenheimer PDF
  • 2010-07-11 Der Wochenspruch zum 6. Sonntag nach Trinitatis ''Jesaja 43,1'' - und wie er verstümmelt wurde HTML PDF
  • 2009-03-08 Predigt am Sonntag Reminiszere zu Mk 12,1-12 HTML PDF
  • 2008-11-09 Pogromgedenken Predigt Professor Eliyahu Schleifer PDF
  • 2008/2009 Ökumenische Bibelwoche: Die Ich-bin-Worte Jesu im Johannesevangelium HTML PDF
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Kontakt

Haus der Kirche
Burgstraße 1–5
04109 Leipzig

Bürozeiten: Dienstag 10 bis 12 Uhr und Donnerstag 14 bis 16 Uhr

Telefon: (0341) 2120 09 435
Telefax: (0341) 2120 09 489
E-Mail: info@jcha.de

Spendenkonto

IBAN: DE 56 8605 5592 1190 0085 87, BIC: WELADE8LXXX (Sparkasse Leipzig)

Vorsitzender: Timotheus Arndt
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter: Inessa Beznosova, Ida Charnis, Sebastian Krause

Auf Anfrage beraten und gestalten wir mit Ihnen
Themen zur Begegnung von Juden und Christen.

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Wir arbeiten zusammen mit

der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit in Dresden und
dem Evangelischen Forum und der Deutsch-Israelischen Gesellschaft in Chemnitz

In Leipzig befindet sich die Forschungsstelle Judentum und
das Simon-Dubnow-Institut für jüdische Geschichte und Kultur e.V. an der Universität Leipzig.

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Wir sind verbunden mit

der Konferenz Landeskirchlicher Arbeitskreise Christen und Juden (KLAK)
den Gesellschaften für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit
dem Evangelisch-Lutherischen Zentralverein für Begegnung von Christen und Juden
der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens
dem Internationalen Rat der Christen und Juden

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